Halbzeit bei der 2026er Tret‑Lager Rundfahrt

Die ersten drei Etappen der Tret‑Lager‑Tour 2026 sind geschafft, und der gesamte Tross ist in Wildhaus (Toggenburg) angekommen, wo ein Ruhetag geplant ist. Eine gute Gelegenheit, die erste Halbzeit der diesjährigen Rundfahrt Revue passieren zu lassen.

Drei der bekanntesten Alpenpässe

Über die erste Etappe von Basel nach Schwanden hatten wir bereits berichtet.

Die zweite Etappe von Schwanden nach Hospental war in puncto Höhenmeter die Königsetappe der Tour: Über Grimsel und Furka führten die Pässe die Teilnehmenden in hochalpine Landschaften und auf die höchsten Punkte der Rundfahrt. Die Strecke verlangte Ausdauer und Durchhaltevermögen, zumal den ganzen Tag sehr hohe Temperaturen herrschten.

Leider stürzte ein Teilnehmender in der Abfahrt vom Grimsel Richtung Gletsch. Die Erste Hilfe wurde vor Ort sofort eingeleitet und die Sanität alarmiert. Der Betroffene war durchgehend ansprechbar und wurde mit einer Ambulanz ins Spital gebracht. Glücklicherweise konnte er noch am gleichen Abend das Spital verlassen, übernachtete mit uns in der Unterkunft in Hospental und fuhr am darauffolgenden Morgen wieder nach Hause. Wir wünschen ihm von Herzen gute und schnelle Genesung.

Die dritte Etappe mit Start in Hospental war mit über 160 km die längste Tagesetappe und brachte ebenfalls viele Höhenmeter. Ein langer Anstieg zum Klausenpass (über 1’500 Hm) forderte viel Ausdauer. Nach der Abfahrt nach Linthal und der Querung der Linthebene führte die Strecke über den Rickenpass ins Toggenburg und endete in Wildhaus. Alle Gruppen kamen gut an und waren mächtig stolz, auch diese Herausforderung gemeistert zu haben.

Das sehr warme Wetter

Die hohen Temperaturen begleiteten uns bereits am Starttag und setzten sich auch an den Etappen 2 und 3 fort. Sogar auf den Pässen Grimsel, Furka und Klausen lagen die Temperaturen (im Schatten) über 20 °C. Alle tranken reichlich isotonische Getränke unseres Sponsors Sponser, und das Küchenteam bereitete eine kräftige Bouillon, die reissenden Absatz fand. Dank der gesponserten Avène‑Sonnencrème blieben alle Teilnehmende vom Sonnenbrand verschont.

Ohne Luxus, mit viel Engagement

Im Tret‑Lager übernachten wir nicht in Hotels, sondern in gemütlichen Ferienhäusern. Statt 3‑Sterne‑Service bieten wir ein 5‑Herzen‑Angebot: von Radsportlern für Radsportler. Das heisst 3‑ bis 6‑Personen‑Zimmer und täglich ein kleines Ämtli, das den Lager‑Spirit lebendig hält.

Die Verpflegung ist radsportgerecht und reichhaltig: Frühstück mit unter anderem Produkten unseres Sponsors bio‑familia, Verpflegung unterwegs (Sandwiches, Getränke und Sportnahrung von Sponser sowie Leckerli und Bärli‑Biber), eine Stärkung nach Etappenankunft und ein ausgiebiges Abendessen. Menge und Qualität stimmen, sodass die Teilnehmenden tagsüber ihre Leistung abrufen können.

Ruhetag heisst Erholung

Nicht ohne Grund ist nach drei Etappen ein Ruhetag eingeplant: Die Teilnehmenden brauchen Erholung, um die verbleibenden drei Etappen zurück nach Basel gut bewältigen zu können. Der Ruhetag wird vielseitig genutzt: Die meisten verbringen den Tag beim Baden am See, andere gehen wandern, die ganz Sportlichen drehen eine Joggingrunde oder sogar eine kleine Velorunde. Trotz der individuellen Ausflüge frühstückte und aß der Tour‑Tross gemeinsam in der Unterkunft in Wildhaus.

Das «Frühstück» war ein üppiger Brunch, liebevoll von Ruedi, Käthi und Kerstin zubereitet: von Rührei und Lachs über Käse und Aufschnitt bis hin zu frisch gebackenem Zopf — ein perfekter Start in den Tag.

Zum Abendessen überraschte uns das Küchenteam mit einem feinen Fleischfondue, begleitet von Reis und Kartoffeln. Als krönenden Abschluss gab es ein superleckeres Tiramisu. Was will man mehr?

Die Stimmung unter den Teilnehmenden war einmal mehr grossartig, und alle gingen gut gestärkt schlafen. Die zweite Hälfte des Tret‑Lagers 2026 kann kommen!